Von Kathedralen über Burgen bis zu Pferden – Lichtbildnerin Maria Zarada in der HASPA Filiale Tibarg
Fotoausstellung · HASPA Hamburger Sparkasse Filiale Tibarg · ab 10. April 2026
Seit dem 10. April 2026 zeigt die Hamburger Sparkasse Filiale Tibarg eine außergewöhnliche Fotoausstellung: „Lichtbildnerin Maria Zarada“ präsentiert 28 großformatige Alu-Dibond-Aufnahmen zu den Themen Kathedralen, Burgen und Pferde – und macht dabei deutlich, wie eng diese drei Welten miteinander verwoben sind.
Was verbindet Kathedralen, Burgen und Pferde?
Die Frage klingt ungewöhnlich – und ist doch naheliegend. Die Bauherren der großen gotischen Kathedralen des Mittelalters – Herzöge, Grafen, Bischöfe – lebten in Burgen. Und wie kamen sie von ihrer Burg in die Kathedrale? Mit dem Pferd. Maria Zaradas Ausstellung folgt diesem historischen Faden durch die Jahrhunderte: von der mittelalterlichen Machtarchitektur bis zur gelebten Frömmigkeit, verbunden durch das edelste Reittier der Geschichte.
Ein Gang durch die Architekturgeschichte
Gleichzeitig ist die Ausstellung eine Reise durch die europäische Architekturgeschichte: Sie beginnt bei der Kathedrale Saint-Denis bei Paris – dem ersten gotischen Sakralbau der Welt, entworfen von Abt Suger um 1135. Es folgen das Straßburger Münster, einst das höchste Gebäude der Welt, und das Freiburger Münster mit dem „schönsten Turm der Christenheit“ (Jacob Burckhardt, 1869) – und dann der radikale Sprung in die Moderne: der Mariendom in Velbert-Neviges.
Der von Gottfried Böhm (1920–2021) entworfene Mariendom ist ein Meisterwerk des sakralen Brutalismus – eine Pilgerkirche aus Sichtbeton, die gleichzeitig tief in der Tradition gotischer Sakralräume wurzelt. Das zeltartige Dach symbolisiert den Lebensweg Marias, die Lichtführung erinnert an die durchfluteten Hochchöre des Mittelalters. Böhm selbst sagte: »Architektur ist geronnenes Licht.«
Burgen: Wo Geschichte wohnt
Den historischen Bogen vollenden die Burgenbilder. Burg Elz an der Mosel – seit dem 12. Jahrhundert unzerstört, bis heute im Privatbesitz der Adelsfamilie Eltz – war einst Motiv für den Maler William Turner und den Schriftsteller Victor Hugo, der nach seinem Besuch notierte: »Hoch, mächtig, erstaunlich, düster – so etwas habe ich noch nie gesehen.« Die Wartburg bei Eisenach, UNESCO-Weltkulturerbe seit 1999, steht für zwei Epochen: der legendäre Sängerkrieg der Minnesänger und Martin Luthers Bibelübersetzung – ein Raum, der Geschichte schrieb.
Pferdefotografie: Emotion und Vertrauen
Pferdefotografie ist eine besondere Leidenschaft von Maria Zarada. Es gelingt ihr, echte Verbindungen zu den Tieren aufzubauen und gemeinsam mit den Reiterinnen und Reitern emotionale Gesamtbilder zu erschaffen – ob beim Hamburg Cup in Bergstedt, beim Friesenhengst Luke im letzten Licht des Tages oder beim internationalen Fest der Pferde auf den Immenhöfen bei Donaueschingen.
Drei Ausstellungen in Hamburg 2026
„Lichtbildnerin Maria Zarada“ ist die erste von drei Ausstellungen in Hamburg. Bereits am 3. Mai 2026 eröffnet im Kulturhaus Eidelstedt ihre Ausstellung „Gedenkstätten der NS-Verbrechen“ – ein eindrucksvolles Fotodokument über Erinnerungskultur und 43 dokumentierte Gedenkstätten. Am 28. August 2026 ist die Ausstellungen in der Kunstklinik Eppendorf zu erleben – Als Doppelausstellung mit der Graphic-Novel-Ausstellung „Drei Steine“ von Comic-Künstler Nils Oskamp. NS Verbrechen heute und Gestern in einer Ausstellung.
Leica Oscar Barnack Award 2026
Maria Zarada wurde 2026 für den renommierten Leica Oscar Barnack Award nominiert – eine der bedeutendsten Auszeichnungen in der internationalen Fotografie. Mehr unter: leica-oskar-barnack-award.com
Die Ausstellung „Lichtbildnerin Maria Zarada“ ist in der Hamburger Sparkasse Filiale Tibarg zu sehen. Alle Alu-Dibond-Exponate sind käuflich – Informationen über einen QR-Code direkt in der Ausstellung.

